Verkehrsknotenpunkt. Hochhäuser. Baustellen. Kaufhäuser. Täglich tausende Menschen, die über, sowie unter der Erde ein – und austeigen. Ja… das ist der Alexanderplatz mitten in Berlin. Hier – wo die Weltzeituhr steht – scheint die Zeit niemals still zu stehen. So viele Menschen sind hier unterwegs, trinken einen „Cafe-to-go“ zwischen Curry-Wurst und Einkauf. Straßenmusiker, die den Platz beschallen, Touristen aus aller Welt, die sich fragend…manchmal irritiert… umschauen. Obdachlose Menschen, die dort im Freien leben in der Hoffnung ein paar Cents von den vielen Passanten zu bekommen…ein Platz für Demonstrationen...Jugendliche Partygänger …Alkoholisierte, Drogenabhängige, Tauben….
Seit ein paar Jahren befindet sich mitten auf dem Alex ein Ort, der ein gewisses Maß an Sicherheit ausstrahlen soll. Die Alex-Wache der Polizei Berlin. Das Gebäude, ein eher schlichter Container, ist für alle die auf dem Platz unterwegs sind, gut erkennbar, auch in der Nacht. Die Alex-Wache ist mehr als ein Gebäude. Sie ist belebt… mit Polizistinnen und Polizisten und das rund um die Uhr. Tag und Nacht. Die Polizei auf dem trubeligen und wuseligen Alex sorgt für Sicherheit, Ordnung und friedliches Miteinander der Menschen, die in Not sind und Hilfe brauchen. Sei es bei gewalttätigen Auseinandersetzungen, Taschendiebstählen und anderen Delikten. Gern stehen die Polizeibeamtinnen und- beamten auch mit Rat und Tat zur Seite, wenn sich ein verirrter Tourist in der Alex-Wache einfindet, um nach dem Weg zu fragen, um sein Hotelbett zu finden. Auch hilflosen Personen, die keinen Rat mehr wissen, wie es in ihrem Leben weitergehen soll, wenden sich die Polizisten zu. Die Alex-Wache ist ein Ort, der Menschen Orientierung und Hilfe schenkt auf diesem etwas „verrückten Platz“ in Berlin-Mitte. In der Bibel im Buch Jeremia steht: „Suchet der Stadt Bestes…“. Ob die Alex-Wache nun das Beste ist, was der Alexanderplatz zu bieten hat, weiß ich nicht. Es fühlt sich für mich jedoch gut an, dass Polizistinnen und Polizisten für mich da sind, wenn ich Hilfe benötige. Dafür bin ich sehr dankbar.