Eine lebendige Uferlandschaft mit bunter Architektur. Mehrstöckige Gebäude und Bäume säumen das Ufer eines ruhigen Gewässers. Im Hintergrund sind Wolken am Himmel zu sehen, was auf einen sonnigen Tag hinweist. Eine lebendige Uferlandschaft mit bunter Architektur. Mehrstöckige Gebäude und Bäume säumen das Ufer eines ruhigen Gewässers. Im Hintergrund sind Wolken am Himmel zu sehen, was auf einen sonnigen Tag hinweist.
Eine lebendige Uferlandschaft mit bunter Architektur. Mehrstöckige Gebäude und Bäume säumen das Ufer eines ruhigen Gewässers. Im Hintergrund sind Wolken am Himmel zu sehen, was auf einen sonnigen Tag hinweist.
26.04
2026
08:40
Uhr

Holzmarkt 25

Ein Beitrag von Viktoria Hellwig

Der Frühling ist endlich da. So warm, dass man am Nachmittag wieder draußen sitzen kann. Die dicken Winterjacken verschwinden langsam im Schrank. Jahr für Jahr bringt diese Jahreszeit eine Veränderung mit sich – und ein Gefühl von neuem Leben auch in der Stadt. Und jedes Jahr entdecke ich auch Orte wieder neu für mich. Altbekannte Orte, die ich im Winter kaum wahrgenommen habe. Holzmarkt 25 ist so ein Ort.

Entstanden als Stadtquartier an der Spree, zwischen Holzmarktstraße und Wasser. Dort lag ein Gelände, das lange Zeit brach war. Wie in Berlin nicht selten. Das Grundstück der BSR sollte verkauft werden. Meistbietend. Und vermutlich wäre hier heute ein weiteres Büroquartier entstanden. Doch aus dem Umfeld der legendären Bar 25 heraus entstand Widerstand gegen diese Vorstellung. Sie hatten eine andere Idee und entwickelten stattdessen ein eigenes Konzept. Sie wollten den Ort nicht einfach bebauen lassen, sondern selbst gestalten – gemeinsam, in anderer Form. Sie wollten einen Gegensatz schaffen zu den Planungen eines dicht bebauten Büroquartiers direkt am Wasser. Und ihre Idee setzte sich durch! Ab 2013 begann sich dieser Ort zu verändern – nicht nach einem festen Bauplan, sondern Schritt für Schritt, getragen von einer gemeinschaftlichen Idee. Heute ist dort eine Mischung aus Kultur, Büroräumen, Gastronomie und Clubs, darunter auch Kater Blau, zuhause.

Holzmarkt 25 ist so selbst in der Forschung als innovatives Projekt für nutzergetragene und nachhaltige Stadtentwicklung gesehen. Und ich sehe ihn jetzt wieder zu neuem Leben erwachen: die Bäume werden grün und beschatten das Spreeufer mit den kleinen Sitzecken, überall hört mal Gespräche, lachen, etwas Musik und das Klirren von Gläsern.

Hier existieren Arbeiten, Wohnen, Kultur und Freiräume nebeneinander. Ein Stadtquartier am Ufer der Spree – offen für alle. Die Geschichte des Holzmarkt 25 hat für mich immer etwas Hoffnungsvolles: Dass da, wo lange nichts war, Neues entstehen kann. Dass ein Ort sich verändern kann – wenn Menschen daran glauben und gemeinsam handeln.

Das Alte ist vergangen, siehe, Neues ist geworden. 
Die Bibel, 2. Brief an die Korinther 5,17