Ein olympisches Siegerpodest steht auf einem schneebedeckten Berggipfel. Es hat drei Stufen, wobei die oberste mit der Nummer 1 gekennzeichnet ist. Neben dem Podest liegt ein roter Helm. Im Hintergrund sind majestätische Berge und ein klarer blauer Himmel zu sehen.
07.03
2026
08:40
Uhr

Olympische Spiele

Es zählt das, was möglich ist.

Der Jubel über eine Medaille. Die Mitfreude der anderen Athletinnen und Athleten. Aber auch der Trost, den sie sich gegenseitig spenden; die Umarmungen, wenn die Tränen laufen. Nicht nur wegen des Sports, sondern auch wegen dieser Bilder schaue ich gerne die Olympischen und Paralympischen Spiele. 

Aus Berlin sind übrigens 19 Sportlerinnen und Sportler zu den Winterspielen nach Mailand-Cortina gereist. Das ist Rekord! Olympia – das heißt nicht nur schneller, höher, weiter. Olympia heißt auch: miteinander. Menschen mit ganz unterschiedlichen Voraussetzungen treten an, jede und jeder mit einer eigenen Geschichte, mit eigenen Stärken und eigenen Grenzen. Besonders bei den Paralympics wird das sichtbar: Leistung entsteht nicht trotz, sondern mit den Bedingungen, die das Leben mitbringt.

Als Christ berührt mich das sehr. Denn genau davon erzählt mein Glaube. Die Bibel ist voll von Menschen, die nicht perfekt sind. Die stolpern, zweifeln, scheitern – und gerade darin von Gott gesehen und gestärkt werden. Nicht die Fehler zählen, sondern der Mensch. Nicht das, was fehlt, sondern das, was möglich ist. Der Apostel Paulus schreibt: „Einer trage des anderen Last.“ Das ist kein frommer Satz für die Schublade. Für mich ist das gelebte Inklusion. Eine Haltung, die ruft: Wir gehören zusammen. 

Wenn Menschen aus aller Welt zu den Olympischen und Paralympischen Spielen zusammenkommen, dann hören wir oft vom „olympischen Geist“. Und ja, denke ich, es muss ihn wirklich geben, wenn ich mir die Wettbewerbe anschaue. Ich sehe den Mut, über sich hinauszuwachsen. Und die Freude, dabei nicht allein zu sein. Das wünsche ich mir auch für unsere Gesellschaft: Wir sind dann stark, wenn wir einander anfeuern, statt ausschließen. Wenn wir Vielfalt nicht als Problem sehen, sondern als Reichtum.

Für Ihren Alltag wünsche ich Ihnen, dass dieser „olympische Geist“ Sie auch bewegt, wenn die Spiele geendet haben. Denn ich glaube daran, dass Gott uns genauso ins Leben ruft: gemeinsam, hoffnungsvoll und miteinander unterwegs zu sein.

Ich wünsche Ihnen ein gesegnetes und sportliches Wochenende!