Wann haben Sie sich das letzte Mal mit jemandem versöhnt? Wann haben Sie vergeben? Trotz all des Schmerzes, trotz dem Gefühl der Ungerechtigkeit. Vergeben aus Liebe – aus Liebe zu unseren Mitmenschen.
Das Leben ist manchmal kompliziert. Wir sind gestresst von der Arbeit, jonglieren Familie, Freunde und Verantwortlichkeiten, ein Wort kommt zum anderen. Unbedacht oder mit voller Absicht: Wir verletzten, ignorieren, schauen weg – ohne Mitgefühl. Wir sehen den anderen Menschen, als den, der uns verletzen will, der uns nicht sieht, uns nicht hört, uns etwas wegnehmen will.
Und dann sind die Worte gefallen, die Taten getan, die Scherben am Boden.
Aber irgendwann fangen wir wieder an, zu sprechen: miteinander, mit Gott, mit uns selbst. Manchmal sofort, manchmal nach Stunden, nach Wochen, Monaten oder erst Jahren. Wir beginnen, den anderen Mitmenschen wieder und neu zu sehen: nicht als den, der uns bedroht, sondern als den Menschen, der er ist. Den Menschen, den wir lieben. Der so ist wie wir, voller Fehler und Stärken und trotz und mit allem liebenswert.
Die Fähigkeit zu vergeben ist eine Gnade, die uns gewährt wird. Versöhnung ist ein Geschenk.
„Wenn jemand sagt: Ich liebe Gott!, aber seinen Bruder hasst, ist er ein Lügner. Denn wer seinen Bruder nicht liebt, den er sieht, kann Gott nicht lieben, den er nicht sieht.“ So heißt es im ersten Brief des Johannes.
Wir vergeben: Weil wir Menschen, weil wir Geschwister sind. Wir verzeihen auch, damit unser eigenes Herz frei wird. Nicht weil der andere etwa unsere Meinung teilt oder das tut, was wir wollen.
Dieser Weg des Verzeihens ist nicht immer leicht, doch Gott trägt uns. Wir tragen eine gemeinsame Verantwortung füreinander. Damit Streit nicht das letzte Wort hat, sondern Versöhnung einen Neuanfang bedeutet.
Haben Sie den Mut, heute ein klärendes Gespräch zu führen, das Sie schon lange vor sich herschieben! Lassen Sie uns heute mit Versöhnung beginnen.
Ich wünsche Ihnen ein gesegnetes Wochenende.