Der Abend wird früher dunkel in dieser Jahreszeit – und doch liegt darin eine Schönheit. Manchmal brauche ich die Dunkelheit, um zu sehen, was wirklich leuchtet. Ein alter christlicher Gedanke sagt: Das Licht scheint in der Finsternis und die Finsternis hat es nicht erfasst. Das bedeutet nicht, die Schwierigkeiten zu übersehen, sondern zu vertrauen, dass etwas Größeres wirkt. Im Advent lade ich sie dazu ein, genauer hinzusehen – auf die kleinen Lichter, die Menschen sind, auf die Hoffnungen, die in uns brennen. Vielleicht erkennen wir heute: Dunkelheit und Hoffnung gehören zusammen. Jede Kerze leuchtet nur, weil es dunkel ist. Möge dieser Abend Ihnen zeigen, welche Lichter Sie selbst anzünden können – für sich und für andere.
Das Licht in der Dunkelheit
Ein Beitrag von
Bruder Florian Moscher