Auf einer Glasoberfläche steht in orangefarbenem Schriftzug das Wort "LIEBE", kombiniert mit einem gezeichneten Herz. Die Schrift wirkt handgemalt und ist deutlich sichtbar.
19.08
2026
21:58
Uhr

Die Stimme der Liebe

Ein Beitrag von Juliane Rumpel
Dies ist eine Sendung aus der Staffel vom 17. – 23. August Alle Beiträge aus der Staffel finden sie hier:
Eine Hand hält eine Tasse mit Kaffee, auf dem ein Herzmuster zu sehen ist. Daneben liegt ein gelbes Teller mit einem Stück Pizza und Besteck. Auf einem weißen Kartenblatt steht in schöner Schrift "enjoy today".
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Abendsegen

Das ewige "morgen"

Juliane Rumpel
Ein Tischkalender für den Monat September steht auf einem Holztisch. Er zeigt die Tage von Montag bis Sonntag sowie die Zahlen für den Monat. Neben dem Kalender steht eine Topfpflanze.
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Abendsegen

Am Ende des Kalenders

Juliane Rumpel
Eine Hand hält einen glänzenden, roten Apfel. Der Hintergrund ist hell und neutral, wodurch der Apfel im Mittelpunkt steht.
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Abendsegen

Hinter uns das Paradies

Juliane Rumpel
Eine Person sitzt auf einem kleinen Hügel und schaut in die Ferne. Der Himmel ist in warmen Gelb- und Orangetönen gefärbt, während die Landschaft im Hintergrund sanft abfällt. Die Szene vermittelt Ruhe und Einsamkeit in der Natur.
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Abendsegen

Damit die Kobolde nicht Recht behalten

Juliane Rumpel

Und wieder ist Abend und wieder lieg ich hier und wieder denk ich mir, was war heut eigentlich gewesen, was war los bei dir und warum war, was war und wie geht es mir?

Und dann hör ich sie, die Stimmen und voller Fantasie stell ich mir vor, wir wären viele und ich sehe die Vernunft, in blond, wie sie sagt: alles Unsinn! Und dann hör ich die Berechnung, schwarzer Dutt, und sie sagt, alles Unglück. Und dann höre ich die Angst, braune Löckchen, schüchtern sagen, nichts als Schmerz. Und die Einsicht mischt sich lautstark ein, es sei aussichtslos gewesen und der Stolz, rothaarig, meint: Lächerlich war’s noch dazu! Leichtsinnig, sagt die Vorsicht. Und unmöglich, die Erfahrung.

Und am Ende sagt die was, die bisher geschwiegen hat. Weil sie flüstert, höre ich´s erst schlecht, doch ihr murmeln wird dann lauter und schließlich dringt ihre feste Stimme an mein Ohr: Es ist, was es ist! Und wer da spricht, ist die Liebe.

Es ist, was es ist. Mit den Worten der Liebe im Ohr, schlaf ich ein. Gute Nacht!

Quelle: nach: Erich Fried „Was es ist“, in: Erich Fried: Vorübungen für Wunder. Gedichte vom Zorn und von der Liebe, Wagenbach (Berlin) Neuausgabe 1999, S. 73.