Eine schwangere Person hält mit beiden Händen ihren Bauch, dabei formen die Hände ein Herz. Sie trägt ein blumiges Kleid und die Umgebung ist unscharf, was den Fokus auf die Geste und die Schwangerschaft lenkt.
02.07
2026
21:58
Uhr

Heimsuchung

Beistand unter Schwangeren.

Ein Beitrag von Franziska Stede

Heute feiern wir Christinnen und Christen Maria Heimsuchung. So richtig verstanden, was das Fest bedeutet, habe ich lange nicht. Schon das Wort „Heimsuchung“ klang für mich lange Zeit nicht unbedingt nach einem Freudenbesuch. Aber tatsächlich ist es doch einer. Maria besucht frisch schwanger ihre Verwandte Elisabeth, die ebenfalls schwanger ist, aber schon im sechsten Monat. Maria will ihre Freude zu teilen.  

Erst als ich mit meiner ersten Tochter schwanger war, habe ich wirklich begriffen, was das heißt: Freude zu teilen über neues Leben. Und welche Sorgen und Ängste da mitschwingen. Wie wichtig es ist, diese Botschaft zu teilen und gemeinsam Freude, Hoffnung und Besorgnis zu teilen.  

Wir wissen nicht, wie das Gespräch der beiden Frauen verlief, was für Emotionen, Wünsche und Hoffnungen im Raum waren. Aber wir wissen, dass die Frauen sich beigestanden haben.  Ich wünsche jeder schwangeren Frau genau so einen Beistand, eine Person, die die Freude teilen kann und bestärkt und den Weg mitgeht. Meine Elisabeth hieß Hedwig, Michael, Verena, Achim, Paulina und so viele mehr – wer teilt mit Ihnen Freude und Sorgen? 

Ich wünsche Ihnen eine gute und ruhige Nacht.