Heute hat mein Bruder Geburtstag und ich denke besonders an ihn. Ich sehe ihn noch vor mir, wie er sich als Kind voll Vertrauen in die Arme meines Vaters fallen ließ. Und immer haben diese Arme ihn aufgefangen. Heute macht er das mit seinem Sohn. Kinder lernen so zu vertrauen: Wenn dein Vater seine Arme ausbreitet, dann kannst du dich fallen lassen, er wird dich auffangen. So entsteht Urvertrauen und prägt das ganze Leben. Mut und Beziehungsfähigkeit können sich entwickeln.
Genauso kann man auch Gott vertrauen. Im lateinischen credere für glauben hört man gut, woher das kommt: von cor dare, das Herz geben. Leider hat nicht jeder einen Vater, der Vertrauen in Gott leichter macht. Wir hatten einen. Das hat uns geholfen, glauben zu lernen. Ich vertraue Gott. Ich setze mein Herz darauf, dass er mich auffängt!
Ich wünsche Ihnen Menschen, die Sie auffangen, und ein Vertrauen, in dem Sie auch anderen Halt sind.
Bleiben Sie behütet!