Eine Wiese im Morgenlicht, bedeckt mit Tautropfen, die im Sonnenlicht funkeln. Die Grashalme sind grün und frisch, während der Hintergrund sanft vermischt mit dunklen grünen Bäumen ist. Die Atmosphäre vermittelt einen ruhigen und natürlichen Moment.
24.08
2026
06:50
Uhr

Morgenstund

Ein Beitrag von Juliane Rumpel
Dies ist eine Sendung aus der Staffel vom 24. – 30. August Alle Beiträge aus der Staffel finden sie hier:
Eine Person liegt mit dem Rücken auf einem Bett, das Gesicht verborgen. Ihr Arm ist nach hinten gestreckt und greift nach den Haaren. Sanftes Licht fällt von einer Wand auf die Bettdecke, wodurch eine ruhige und entspannende Atmosphäre entsteht.
Radio 3
Worte auf den Weg / Worte für den Tag

Lobet den Herren

Juliane Rumpel
Eine ältere Frau sitzt in einem hellen Raum und spinnt Wolle. Sie trägt einen Kopfschmuck und lächelt freundlich. Neben ihr liegen Kissen und eine Schüssel. Durch das Fenster scheint Sonnenlicht und beleuchtet die Szene.
Radio 3
Worte auf den Weg / Worte für den Tag

Spinnen

Juliane Rumpel
Eine Silhouette einer Person, die vor einem nebligen Gewässer kniet. Die Sonne scheint schwach hinter der Person und reflektiert im Wasser. Umgeben von Bäumen und Gras, vermittelt die Szene eine ruhige und nachdenkliche Atmosphäre.
Radio 3
Worte auf den Weg / Worte für den Tag

Dankbarkeit

Juliane Rumpel
Eine Frau mit langen, dunklen Haaren steht im Freien, blickt nach oben und hat einen friedlichen Ausdruck. Ihre Hände sind in einer betenden Geste vor der Brust. Im Hintergrund sind verschwommene, grüne Pflanzen zu sehen, die eine natürliche Umgebung schaffen.
Radio 3
Worte auf den Weg / Worte für den Tag

Challenge

Juliane Rumpel
Ein älterer Mann mit grauem Bart und traurigem Ausdruck lehnt an einem Balkon und blickt nach unten. Der Balkon ist mit bunten Blumen in Töpfen dekoriert, während einige Baugerüste im Hintergrund sichtbar sind.
Radio 3
Worte auf den Weg / Worte für den Tag

Balkondialog

Juliane Rumpel

Unsere deutsche Sprache ist voll von Sprichwörtern. Es gibt welche für jede Tages- und Jahreszeit. Und auch, wenn ich sie nicht mehr allzu häufig benutze, kennen tu ich sie noch: Zum Beispiel jene Sprichwörter für den Morgen:

Morgenstund hat Gold im Mund. Oder: Spinnen am Morgen, bringt Kummer und Sorgen.

Es gibt sehr viele Sprichworte zum Morgen im Deutschen. Ob allerdings Singen am Morgen sinnvoll ist, dazu hab ich keine Spruchweisheit gefunden.

Da es jedoch viele Morgenlieder gibt, geh ich mal davon aus, dass Singen am Morgen Kummer und Sorgen vertreibt. Ich selbst singe morgens jetzt nicht allzu oft. Höchstens sonntags, wenn ich´s mal in den Gottesdienst schaff.

Ganz anders hielt dies ein Kollege von mir aus dem 17. Jahrhundert. Er hieß Paul Gerhardt und er sang nicht nur, nein, er dichtete auch zahlreiche Lieder. Davon nicht wenige, die man am Morgen singen kann.

Eines von Pauls Lieder wird uns durch diese Sommerwoche begleiten. 

Es heißt „Lobet den Herren!“ und schon die erste Strophe legt ordentlich los:

Lobet den Herren / alle, die ihn ehren;

lasst uns mit Freuden seinem Namen singen

und Preis und Dank zu seinem Altar bringen.

Lobet den Herren!

Ich denke jedes Mal: Für so viel Begeisterung am frühen Morgen muss man erst einmal richtig wach sein. Das geht eigentlich erst nach dem 1. Kaffee. Wenn man den Tag mit so viel Lob und Dank beginnt, dann fühlt sich das an wie ein Vertrauensvorschuss für Gott:  

Ich lobe Gott nicht erst am Abend, wenn ich weiß, wie der Tag gelaufen ist. Sondern schon am Morgen – bevor ich weiß, was kommt.

Und weils grad so gut läuft mit dem Loben, häng ich an diesem Montag die 2. Strophe gleich noch mit an:

Der unser Leben, / das er uns gegeben,

in dieser Nacht so väterlich bedecket / und aus dem Schlaf uns fröhlich auferwecket:

Lobet den Herren!

Ich hoffe, dass auch Sie heut fröhlich geweckt wurden und dass ihr Tag ein guter wird.