Während ich diese Andacht schreibe, schneit es wieder.
Eine leicht gezuckerte Schneedecke sehe ich weiß auf den Wiesen und auf den Straßen liegen. An den Ästen der Bäume glitzern die Eiskristalle.
Ich muss gerade nirgendwo hin. So kann ich die Winterlandschaft genießen. Ich freue mich an der weißen, reinen Farbe und denke mir: „Was für Schönes hat sich der Schöpfer ausgedacht?
Wie schön kann doch Schnee sein. Wer ihn erfunden hat, muss schon echt kreativ sein; ein echter Meistermaler. Gott hat wohl selbst seine Freude am Schnee und gönnt es mir, ihn in die Hand nehmen und ihn zu betrachten.“
Dazu fällt mir ein Bild aus dem Buch Jesaja ein, was Gott seinem Volk im Prophetenbuch entfaltet – im Blick auf die Dunkelheit von Schuld und Sünde:
„Wenn eure Sünde auch blutrot ist, soll sie doch schneeweiß werden, und wenn sie rot ist wie Purpur, soll sie doch wie Wolle werden“. (Jesaja 1,18)
Gott macht es möglich: Er wäscht unser Versagen, unsere Schuld und Sünde rein, dass sie schneeweiß werden. Das aber hat ihn das Leben gekostet. In seinem Sohn trug Gott die Last der Sünde ans Kreuz. Wer daran glaubt, darf mit einer weißen Weste weiterleben und schließlich auf den Himmel hoffen.
Ich schaue noch einmal aus dem Fenster und genieße den weißen Schnee. Der Meistermaler hat wieder gut gearbeitet.
Er verdient unser Lob und unsere Dankbarkeit – gerade in der Hektik dieser Tage! Das schenkt Freude und Ruhe. Ich wünsche es Ihnen!
„Farbe kommt in dein Leben, wenn der Meistermaler malt“.