Heute wieder nichts geschafft. Nur gehetzt und gerannt und – schwupps – schon ist der Tag vorbei. Wenn ich gestresst bin, merke ich es zuerst daran, dass ich meine Umgebung kaum noch wahrnehme. Ich spüre schlechter, wie es meinen Liebsten geht, bin weniger kreativ, nehme das Leben mit deutlich weniger Humor. Hektische Phasen rauschen einfach durch – hinterher weiß ich oft kaum noch, was eigentlich passiert ist. Ruhige Zeiten dagegen bleiben mir in Erinnerung. Ein Urlaub zum Beispiel oder ein ausgelassenes Fest ohne Stress.
Interessant, dass die Bibel Gott als unendlich schnell beschreibt – tausend Jahre sind für ihn wie ein Tag, heißt es da mal (2. Petrus 3,8) – und zugleich als unendlich langsam. Das spüren wir schon eher. Er lässt uns warten, er erfüllt Wünsche nicht sofort. Und auch Jesus selbst war dreißig Jahre lang einfach nur da, bevor sein sichtbares Wirken so richtig begann.
Warum ist Gott wohl so? Vielleicht, weil Liebe langsam ist. Geduldig. Einen langen Atem braucht. Ich wünsche Ihnen eine gute Nacht!