03.01
2026
21:58
Uhr

Träume

Gesehen und geborgen fühlen

Ein Beitrag von Christina Förner

Heute möchte ich Ihnen einige Worte aus dem 139. Psalm mit in den Sonntag geben, wie sie der Theologe Jörg Zink übertragen hat.

 

Manchmal träume ich vom großen Leben.
Ich träume davon, reich oder schön oder mächtig zu sein,
so dass mich die Menschen sehen und bewundern
und von mir reden.
Nicht nur die in meiner Straße,
sondern alle, alle Menschen in der ganzen Welt.

Dann kommt es mir so dumm und klein vor,
das Leben, das ich führen soll, in dem es immer heißt:
Du sollst, du sollst nicht.
Du darfst, du darfst nicht.
Und ich möchte dem allem davonlaufen.
Aber ich weiß, as sind Träume.
Deine Hand ist stärker.

Manchmal denke ich: Jetzt sieht mich niemand.
Kein Mensch sieht mich, wenn es dunkel ist,
und auch du, Herr, bist nicht dabei.

Und doch weiß ich, wie dumm es ist,
zu meinen, dass du, Gott, das Tageslicht brauchst
oder eine Lampe, um mich zu sehen,
als ob du Augen hättest wie ein Mensch.

Aber es ist gut, Herr, dass du mich siehst.
Wie sollte ich leben können,
wenn du nicht auf mich acht hättest,
wenn du mit deinen großen Händen
und mit deiner Liebe
nicht immer und überall um mich her wärest?

 

Ich wünsche Ihnen einen geruhsamen Abend und eine gute Nacht.