Dieser Sommer hat es in sich! Gleißende Hitze, vertrocknetes Grün, aufgesprungener Asphalt und Waldbrände. Der Klimawandel ist spürbar. Während manche spärlich bekleidet draußen sitzen und fröhlich sind, stöhnen die meisten, fühlen sich entkräftet und trinken den ganzen Tag. Wer zu Hause bleiben kann, tut dies. Für Menschen in Krankenhäusern und Pflegeeinrichtungen ist das Leben jetzt grenzwertig. Diejenigen, die in Dachwohnungen ohne Klimaanlage leben, suchen Unterschlupf bei Verwandten und Freunden. An solch' heißem Tag erhalte ich vormittags einen Anruf von einem jungen Mann aus unserem Haus. Er fragt mit fröhlicher Stimme: „Ich wollte nur mal hören, ob bei dir alles in Ordnung ist oder ob du etwas brauchst“. „Das ist aber schön“, sage ich, „dann weiß ich, dass ich nicht verloren gehe“ und bedanke mich. Wie schön, dass sich jemand einfach kümmert, weil es ihm eine Herzensangelegenheit ist. Es kostet nichts, schenkt so viel und stärkt die Verbundenheit. Wir können uns immer wieder ganz leicht etwas Gutes tun. Manchmal reicht dafür schon ein kurzer Anruf oder eine Frage, damit eine Person merkt, dass wir an sie denken. Eine gute Nacht.
Verbundenheit
Ein Beitrag von
Christiane Voigt-Rensch