Das Bild zeigt zwei Pferde, die an einer Landstraße stehen. Ein Mann in traditioneller Kleidung spricht mit einer Frau, die ein Kleid und ein Kopftuch trägt. Die Umgebung ist ländlich mit Bäumen und einem offenen Feld im Hintergrund.
10.10
2026
21:58
Uhr

Welttag der psychischen Gesundheit

Ein Beitrag von Magdalena Kiess

Hi, wie geht´s? Ein Gruß, der mehr und mehr zu einer Floskel geworden ist. Schnell ist man verleitet zu antworten „gut“, ohne wirklich drüber nachzudenken, wie es wirklich geht. Was ich hier in Berlin noch öfter höre ist: „muss ja“. Das klingt dann nicht mehr so prickelnd. Viele von uns tragen Belastungen mit sich herum, über die selten gesprochen wird. Aber bleibt im Alltag genug Zeit und Raum, um nachzufragen? Heute ist der Welttag der psychischen Gesundheit. Eine gute Gelegenheit, mal wirklich ehrlich zu fragen: Wie geht es mir eigentlich? Und abzuwarten, was hinter der eingeübten Standardantwort kommt. 

Auch in der Bibel finden sich Menschen, die erschöpft, ängstlich oder verzweifelt waren. Elia, der sich unter einen Ginsterstrauch legte und sterben wollte. Gott ließ ihn in seiner Tragödie nicht allein. Zuallererst schickte er ihm ausreichend Schlaf und etwas zu essen (1. Könige 19). Und dann ging es gestärkt doch weiter mit Elia. 

Vieles ist aber nicht mit einer Mütze Schlaf und einem vollen Bauch erledigt. Für alles, was Sie belastet, wünsche ich Ihnen heute ein ehrlich offenes Ohr und dann eine ruhige Nacht.