Heute möchte ich Ihnen eine kleine Anekdote erzählen: Vor einiger Zeit war mein Mann seit längerem mal wieder auf einer Dienstreise. Als ich an diesem Abend nach Hause kam und Essen kochte, nahm ich wie immer einen Teller aus dem Schrank und tat ihm seine Portion auf, nur um dann festzustellen, dass der Platz, den ich für ihn vorgesehen hatte, heute leer bleiben würde.
Es ist ein merkwürdiges Gefühl, wenn jemand, den man liebt, nicht zu Hause ist. Manchmal liegt es an der Entfernung, manchmal an Umständen, die wir nicht ändern können.
Im Vermissen spürte ich auch die Erinnerung an die wertvollen Verbindungen, die wir teilen. In seiner Abwesenheit fühlte ich die Nähe, die wir im Alltag aufbauen, noch intensiver.
Ich hoffe, liebe Hörerin, lieber Hörer, dass Sie, wenn Sie das nächste Mal jemand an Ihrem Tisch vermissen nicht nur an das Fehlen denken, sondern auch an all das, was bleibt: die Liebe, die uns trägt, die Hoffnung, die uns verbindet, und das Wissen, dass wir niemals wirklich getrennt sind – selbst wenn wir uns gerade nicht am selben Ort befinden.
Schlafen Sie ruhig, und vertrauen Sie darauf, dass diese Verbindung bleibt – über alle Entfernungen hinweg.