Ein detailliertes Bild des Vollmonds, das die Oberfläche mit ihren Kratern und unebenen Landschaften zeigt. Der Hintergrund ist schwarz, wodurch der Mond im Vordergrund klar hervortritt.
31.08
2026
06:50
Uhr

Montag

Zu den etymologischen Wurzeln unserer Tagesnamen

Ein Beitrag von Matthias Brühe
Dies ist eine Sendung aus der Staffel vom 31. August – 06. September Alle Beiträge aus der Staffel finden sie hier:
Ein Bild von Merkur, dem innersten Planeten unseres Sonnensystems. Die Oberfläche ist kraterartig und weist unterschiedliche Grautöne auf. Der Hintergrund ist schwarz, was den Planeten deutlich hervorhebt.
Radio 3
Worte auf den Weg / Worte für den Tag

Mittwoch

Matthias Brühe
Das Bild zeigt den Planeten Jupiter mit seinen charakteristischen Streifen und dem großen roten Fleck. Neben Jupiter ist die Erde klein dargestellt. Der Hintergrund ist schwarz, was den Kontrast zwischen den Himmelskörpern verstärkt.
Radio 3
Worte auf den Weg / Worte für den Tag

Donnerstag

Matthias Brühe
Die Darstellung zeigt den Planeten Venus, der von einer dichten, gelb-orangefarbenen Atmosphäre umgeben ist. Die Oberfläche ist von felsigen und vulkanischen Merkmalen geprägt, die durch Wolken aus Schwefelsäure verborgen sind. Die dunkelsten Stellen deuten auf unterschiedliche geologische Strukturen hin.
Radio 3
Worte auf den Weg / Worte für den Tag

Freitag

Matthias Brühe
Ein Bild von Saturn, dem sechsten Planeten unseres Sonnensystems. Er hat auffällige Ringe aus Eis und Gestein, die ihn umgeben. Die Farben des Planeten reichen von hellem Gelb bis sanftem Blau, vor einem tiefschwarzen Hintergrund des Weltraums.
Radio 3
Worte auf den Weg / Worte für den Tag

Samstag

Matthias Brühe

„Montag-Morgen, 10 nach Acht, und die Woche nimmt kein Ende...“ So stöhnt angeblich mancher Arbeitnehmer im Büro oder an der Werkbank. Der Montag ist seit Jahrhunderten – trotz mancher Ausnahmen – der Beginn der normalen Arbeitswoche.

Der Montag hat aber auch etwas mit dem Mond zu tun, genauso wie der Monat. Schon die alten Babylonier unterteilten das Sonnenjahr in zwölf Monate, die halbwegs mit den Mondphasen übereinstimmten. Und die Mondphasen Vollmond – Halbmond – Neumond – Halbmond luden ein, eine weitere Unterteilung in Wochen vorzunehmen. Die sieben Tage dieser Woche widmeten die Babylonier den damals bekannten sieben Himmelskörpern.

Der heutige Mon-tag ist also tatsächlich der Mond-Tag. Im Englischen ist es der „monday“, und da der Mond auf Lateinisch „luna“ heißt, finden wir in romanischen Sprachen den französischen „lundi“ und den spanischen „Lunes”.

Der Sonntag ist – Sie ahnen es – nach der Sonne benannt, „sunday” im Englischen. Weil es für Christen der Tag der Auferstehung Jesu ist, wird er in den romanischen Sprachen „Herrentag” genannt: Nach dem Lateinischen „dominus” heißt es dann „dimanche” im Französischen oder „Domingo” im Spanischen. Dieser Tag ist seit Kaiser Konstantin arbeitsfrei.

Im Polnischen heißt der Montag “poniedziałek” - schlicht „Tag nach dem Sonntag”. Der Sonntag wiederum heißt „niedziela”: .eine Herleitung von “nie dzawac”, was sinngemäß “nicht arbeiten” heißt. Auch im Grundgesetz der Bundesrepublik heißt es bis heute “Der Sonntag (…) bleibt als Tag der Arbeitsruhe (…) gesetzlich geschützt.” 
Der Montag als Beginn der Arbeitswoche hat dann vor sechzig Jahren die australische Beatband Easybeats zu ihrem Lied „Friday on My Mind“ inspiriert - mittlerweile zum besten australischer Song aller Zeiten gewählt. Der Sänger beschreibt, wie er sich am Montag schlecht fühlt, wie sich aber mit jedem folgenden Tag seine Laune bessert, da er bereits an den Freitag denkt, wenn die Arbeitswoche zu Ende ist. „Monday I'll have Friday on my mind“ - er wird sich in der Stadt vergnügen und sich mit seiner Freundin treffen. 

Vielleicht beginnt für Sie, liebe Hörerinnen und Hörer, jetzt die Arbeitswoche. Vielleicht freuen Sie sich darauf, etwas gestalten und bewegen zu können, vielleicht haben Sie auch schon den Freitag im Sinn. Ich wünsche Ihnen jedenfalls einen angenehmen Montag.