Porträt einer Frau mit kurzen, grauen Haaren, die eine grüne Jacke und einen schwarzen Rollkragenpullover trägt. Sie lächelt freundlich und trägt eine Brille. Der Hintergrund ist hell und unscharf, was den Fokus auf die Frau lenkt.
16.09
2026
06:50
Uhr

Nicht ohne mein Engagement - Karlies Abmeier

Vorsitzende des Diözesanrats der Katholiken im Erzbistum Berlin

Dies ist eine Sendung aus der Staffel vom 14. – 20. September Alle Beiträge aus der Staffel finden sie hier:
Ein lächelnder Mann mit kurzen, braunen Haaren trägt einen dunkelgrauen Anzug und ein hellblaues Hemd. Er steht vor einem neutralen, grauen Hintergrund und schaut direkt in die Kamera.
Radio 3
Worte auf den Weg / Worte für den Tag

Nicht ohne mein Engagement - Christoph Schamberger

Eine ältere Frau mit Brille und einem Schal sitzt am Tisch in einem Tonstudio. Hinter ihr steht ein Mikrofon, und sie lächelt freundlich in die Kamera. Im Hintergrund ist ein Klavier und eine Beleuchtung sichtbar.
Radio 3
Worte auf den Weg / Worte für den Tag

Nicht ohne mein Engagement - Christiane Chudy

Ein Mann mit Brille sitzt lächelnd vor einem Mikrofon in einem Tonstudio. Im Hintergrund steht ein Piano, und besondere Lampen schaffen eine warme Atmosphäre. Der Mann trägt ein gestreiftes Hemd und wirkt konzentriert und freundlich.
Radio 3
Worte auf den Weg / Worte für den Tag

Nicht ohne mein Engagement - Daniel Roos

Guten Morgen, ich heiße Karlies Abmeier. Seit 2020 bin ich die Vorsitzende des Diözesanrats der Katholiken im Erzbistum Berlin. Diözesanrat - ein ziemlicher Zungenbrecher. Dahinter verbirgt sich ein Zusammenschluss von Ehrenamtlichen aus den katholischen Pfarreien und Verbänden in Berlin, Brandenburg und Vorpommern. 

Wir beschäftigen uns mit Fragen des kirchlichen Lebens und wie Kirche einen Beitrag für die Gesellschaft leisten kann. 

Mir ist es wichtig, dass Kirche ein lebendiger Ort ist, wo Menschen sich gern treffen und engagieren. Kirche sollte so gestaltet sein, dass man gern mitmacht, dass es Freude macht, dabei zu sein, dass man zufrieden weggeht.

Zum Beispiel, indem wir Räume schaffen, in denen Menschen sich begegnen, austauschen und diskutieren können. Egal, ob sie gläubig sind oder nicht. Gerade in einer Zeit starker Polarisierung müssen wir im Austausch bleiben – auf Augenhöhe und mit Respekt.

Kirche soll ein Ort sein, an dem man sich sinnstiftend für die Gesellschaft engagieren kann. Zum Beispiel in der Obdachlosenhilfe, beim Seniorendienst, der Kinder- und Jugendarbeit, aber auch in Kirchenvorständen und Pfarreiräten. Oder beim Singen im Chor, damit der Gottesdienst lebendiger wird. Menschen müssen spüren, dass ihr Einsatz einen Unterschied macht. 

Und das muss ganz ausdrücklich auch für Frauen in der katholischen Kirche gelten. Ich habe fünf Enkeltöchter! Sie sollen in Zukunft Kirche als einen Ort erleben, an dem sie als Frauen willkommen sind, ihre Fähigkeiten einsetzen können und ihr Engagement anerkannt wird. 

Mich motiviert, wenn ich spüre, dass mein Einsatz eine Veränderung bewirkt. Und das wünsche ich mir für unsere Stadt und unser Land: Dass möglichst viele eine ähnliche Erfahrung von Freude und Bestätigung machen und damit ein Zeichen der Zuversicht setzen.