Auf dem Weg zum nächsten Termin in der Stadt saß ich heute in der S-Bahn, am Fenster, in Fahrtrichtung – auf dem Sitzplatz, von dem aus man den besten Blick auf die vorbeifahrende Stadt hat. Gleisanlagen, Häuser und Kirchtürme ziehen vorbei, Bahnhöfe und Brückenpfeiler.
Auf einer der Brücken, unter denen wir hindurchfahren, steht eine Gruppe von Kindern mit leuchtend gelben Westen ausgestattet. Sie stehen aufgereiht am Geländer der Brücke und winken dem unter ihnen durchfahrenden S-Bahn-Zug zu.
Ich versuche, schnell zurückzuwinken … ob sie mich gesehen haben? Wahrscheinlich nicht, zu schnell ist die S-Bahn unter der Brücke hindurch gefahren.
Aber ihr kleiner Gruß ist bei mir angekommen, er lässt mich innerlich schmunzeln, unterbricht meine Arbeitsgedanken und erwärmt mein Herz für einen Moment.
Wie wenig braucht es, um den Alltag unverhofft mit Freude zu „besprenkeln“. Und vielleicht tragen Sie und ich ja morgen dazu bei, jemand anderem, vielleicht sogar einem Menschen, den wir nicht kennen, einen solchen Moment der kleinen Alltagsfreude zu schenken.