Manchmal, wenn mir der Tag noch in den Schultern sitzt, rolle ich am Abend meine Yogamatte aus. Schon während ich mich setze, merke ich, wie die Gedanken kreisen, obwohl der Körper doch zur Ruhe kommen möchte. Und dann beginne ich, meinem Atem zuzuhören, wie er ausströmt, um nach einer kleinen Pause von ganz allein wieder einzuströmen.
So wie der Atem kommt und geht, darf auch der Tag ausklingen. Nicht alles muss ich festhalten. Manches darf sich lösen, anderes sanft nachwirken.
Einfach atmen, dehnen, loslassen. Mein kleines Yoga-Programm am Abend will nichts leisten, nichts erreichen. Es geht nicht um perfekte Haltungen, sondern um das Spüren dessen, was da ist. Die Spannung bekommt Raum, die Müdigkeit darf sein. Und mit jeder bewussten Bewegung wird der Lärm des Tages ein wenig leiser.
Was möchten Sie am Ende des Tages loslassen – im Körper, im Kopf, im Herzen? Ich wünsche Ihnen, dass jeder Atemzug heute Abend ein wenig Raum schafft – für Ruhe, für Weite, für einen guten Schlaf.