Der Alltag kann quälend sein, viele unerledigte Aufgaben, man schafft nicht alles, was man sich vornimmt, und zweifelt schließlich an sich selbst.
Da gibt es eine Sehnsucht, die Aufatmen lässt: Es ist die Vorfreude auf den Urlaub und die Freude im Urlaub. Für eine Zeit lang alles einmal hinter sich zu lassen und ganz im Moment, im Augenblick mit neuen und anderen Träumen leben zu können. Das macht die Sehnsucht aus und das kann sich tatsächlich im Urlaub ereignen.
Dazu passt ein kleines Gedicht von Brigitte Zimmeck, es heißt
Traumstrecke
Ich tauche ein in unendliche
Weiten und fange die schönen
Träume, die glänzend
am Ufer
liegen in feine Netze
einer wunderbaren
Zeit ein,
entdecke meine
Strecke,
meine neuen Flügel
aus meiner
Fantasie,
tanzend
Freisein.
Und wieder aus den Weiten des Urlaubs zurück geht es gleich besser. Der ein oder andere Traum lässt sich verwirklichen. Mit Lust und Freude werden die Ärmel wieder hochgekrempelt.
Solche Urlaube, solche Urlaubserfahrungen sind ein Segen, ein Segen Gottes.
Gute Nacht.
Ulrich-Grasnick-Lyrikpreis 2018, Im Auge des Dichters, hrsg. von Almut Armèlin und Ulrich Grasnick, Quintus-Verlag, 1. Aufl. 2019, Berlin, S. 137