Eine Hand streckt sich in Richtung eines malerischen Sonnenuntergangs über einem ruhigen Gewässer. Der Himmel ist voller Wolken in verschiedenen Farben, die sich im Wasser spiegeln. Die Szene vermittelt ein Gefühl von Freiheit und Sehnsucht. Eine Hand streckt sich in Richtung eines malerischen Sonnenuntergangs über einem ruhigen Gewässer. Der Himmel ist voller Wolken in verschiedenen Farben, die sich im Wasser spiegeln. Die Szene vermittelt ein Gefühl von Freiheit und Sehnsucht.
Eine Hand streckt sich in Richtung eines malerischen Sonnenuntergangs über einem ruhigen Gewässer. Der Himmel ist voller Wolken in verschiedenen Farben, die sich im Wasser spiegeln. Die Szene vermittelt ein Gefühl von Freiheit und Sehnsucht.
14.04
2026
21:58
Uhr

Haben oder Sein?

Ein Beitrag von Michael Dürschlag

Ein Paradox beschäftigt mich immer wieder, es lautet:
Du kannst nur wirklich haben, wenn du loslässt.

Seit ich vor vielen Jahren das Buch „Haben oder Sein“ von Erich Fromm gelesen habe, lässt mich diese Frage nicht mehr los.
Was ist wichtiger im Leben – haben oder sein?
Lange dachte ich, das Leben bestehe darin, etwas zu besitzen: 
Erst materielle Dinge.
Später vielleicht dann auch Ideen und Erfahrungen.
Dann schien mir das Gegenteil richtig: loslassen, nichts festhalten.

Aber ich spürte beides für sich trägt nicht.

Vielleicht geht es vielmehr um etwas dazwischen: um das Werden.
Wir stehen im Strom des Lebens.
Nichts bleibt einfach stehen.
Alles verändert sich, fließt weiter.

Und vielleicht, vielleicht liegt genau im Werden tiefer Frieden:
dass wir die stets werdende Welt nicht festhalten müssen.
Dass wir sie für einen Moment empfangen
und dann wieder lassen.

Solange wir atmen,
solange wir lieben und hoffen,
sind wir Teil des Werdens.

Und manchmal spürt man darin etwas Leichtes,
etwas Tragendes.

Wie einen Segen.

Kommen Sie gut durch die Nacht.
Gott segnet Sie.