Der britische Sänger Peter Gabriel
veröffentlicht seine letzten Alben auf ungewöhnliche Weise.
Die Stücke erschienen nicht alle auf einmal – sondern nach und nach,
immer an einem Vollmond.
Peter Gabriel will damit dem üblichen Hype der Musikindustrie entgehen.
Stattdessen sollte die Musik in einen natürlichen Rhythmus mit der Natur eingebettet sein – in den Rhythmus der Mondphasen.
Ich finde diesen Gedanken wunderbar.
Nicht alles im Leben muss immer schneller werden.
Nicht alles muss größer, lauter, spektakulärer sein.
Manches darf sich einfach einfügen in einen größeren Rhythmus.
Eines der neuen Lieder heißt: „Put the bucket down“ –
stell den Eimer ab.
Gemeint sind die Eimer, die wir tagsüber mit uns herumtragen:
voll mit Aufgaben, Sorgen, Erwartungen.
Am Abend dürfen wir sie einfach abstellen.
Der Tag darf für sich selbst sorgen.
Vielleicht ist genau das Gnade:
für einen Moment loslassen zu dürfen
und sich getragen zu wissen vom Rhythmus der Musik und des Kosmos
Kommen Sie gut durch die Nacht.
Gott segnet Sie.