Jakob und Esau sind ein ungleiches Zwillingspaar aus dem Alten Testament. Esau ist der Erstgeborene und damit stand ihm der Segen des Erstgeborenen zu. Jakob hingegen hat sich diesen durch Betrug und Lüge am blinden Vater erschlichen. Aus Angst vor der Wut seines Bruders verlässt er seine Heimat. Dann treibt ihn aber am Ende nach vielen Jahren doch das Heimweh zurück und er kehrt mit seiner inzwischen großen Familie in sein Heimatland zurück, zu seinem Bruder. Am letzten Abend bevor Jakob seinen Bruder Esau wiedertrifft, kommt es zu folgender Begegnung:
Als er allein zurückgeblieben war, rang mit ihm ein Mann, bis die Morgenröte aufstieg.
Er sagte: Lass mich los; denn die Morgenröte ist aufgestiegen. Er entgegnete: Ich lasse dich nicht los, wenn du mich nicht segnest. Er fragte ihn: Wie ist dein Name? Jakob, antwortete er. Er sagte: Nicht mehr Jakob wird man dich nennen, sondern Israel - Gottesstreiter -; denn mit Gott und Menschen hast du gestritten und gesiegt. Nun fragte Jakob: Nenne mir doch deinen Namen! Er entgegnete: Was fragst du mich nach meinem Namen? Dann segnete er ihn dort. (Gen 32, 25.27-30)
Danach versöhnen sich die Brüder. Diese Bibelstelle erinnert uns daran, dass Gott immer an unserer Seite ist, selbst wenn wir mit ihm ringen. In diesem Vertrauen wünsche ich Ihnen eine gesegnete Nacht.