In diesem Jahr hat sich der Todestag von Dietrich Bonhoeffer zum 80. Mal gejährt. Der evangelische Theologe hat sein Leid im Glauben ertragen. Sein bekanntester Text ist das Gedicht „Von guten Mächten wunderbar geborgen“.
Aber auch zum Segnen hat er etwas geschrieben, das ich Ihnen heute Abend mitgeben möchte:
„Segnen heißt:
Die Hand auf etwas legen und sagen:
Du gehörst trotz allem Gott.
So tun wir es mit der Welt, die uns solches Leid zufügt.
Wir verlassen Sie nicht.
Wir verwerfen, verachten, verdammen sie nicht, sondern wir rufen sie zu Gott.
Wir geben ihr Hoffnung, wir legen die Hand auf Sie und sagen:
Gottes Segen komme über dich.
Wir haben Gottes Segen empfangen, im Glück und im Leiden.
Wer aber selbst gesegnet wurde, der kann nicht mehr anders als diesen Segen weitergeben,
ja, er muss dort, wo er ist, ein Segen sein.
nur aus dem Unmöglichen kann die Welt erneuert werden,
dieses Unmögliche ist der Segen Gottes.“
Dietrich Boenhoeffer am 8.6.1944
Quelle: Dietrich Boenhoeffer Werke (DBW) 8, S. 675