Ein heller Lichtstrahl strömt aus einer Höhle, deren Eingang von dunklen Wänden umgeben ist. Der Kontrast zwischen dem grellen Licht und der Dunkelheit schafft eine dramatische Atmosphäre und symbolisiert Hoffnung oder einen Neuanfang.
23.01
2026
21:58
Uhr

Melancholie und Weltschmerz

Ein Beitrag von Paul Geiß

Es gibt solche Momente, Augenblicke, in denen Melancholie und Weltschmerz über einen kommen. Die täglichen Nachrichten führen dazu, wenn von Kriegen und Verfolgungen, Flucht und Elend berichtet wird, auch kleine und große Katastrophen im persönlichen Umfeld gehören dazu, eine Krankheit, die nicht weichen will.

In solchen Momenten greife ich manchmal suchend zum evangelischen Gesangbuch. Viele der Lieder kenne ich seit meiner Jugend, vielen Menschen sind sie bis auf die gängigen Volkslieder und Weihnachtslieder eher unbekannt.

Ein Lied, ein Kanon kommt mir ins Gedächtnis. Wie ein Ohrwurm summt und brummt er in meinem Kopf herum, aber er wärmt und tröstet, je mehr er in mir klingt. Ich summe ihn immer wieder vor mich hin:

 

Gottes Wort ist wie Licht in der Nacht,

Es hat Hoffnung und Zukunft gebracht.

Es gibt Not, es gibt Halt in Bedrängnis, Not und Ängsten, 

ist wie ein Stern in der Dunkelheit.

 

Nochmal:

Gottes Wort ist wie Licht in der Nacht,

Es hat Hoffnung und Zukunft gebracht.

Es gibt Not, es gibt Halt in Bedrängnis, Not und Ängsten, 

ist wie ein Stern in der Dunkelheit.

 

Dann kann ich mich wieder getroster den täglichen Anforderungen stellen und auch nachts in Frieden wieder einschlafen mit Gottes Segen.

 

Evangelisches Gesangbuch (EG), Nr. 171

Text und Melodie: Anders Ruuth, 1978