Wer heute am anderen Ende der Welt ins Bett steigt, sieht wahrscheinlich einen großen, roten Mond am Himmel – Blutmond, sagt man.
Ich sehe heute auf unserer Seite der Welt hinauf in den Himmel, hier schwimmt er nur blass und gelb durch die Nacht. Und ich denke: Vielleicht trägt dieser Mond ja meine Sorgen spazieren, einmal um die Welt, und verwandelt sie auf der anderen Seite in etwas Neues.
So wie die Nacht ihre Lieder in allen Teilen der Welt, in all ihren Sprachen, singt und aus Sorgen Hoffnung werden lässt.
Und mir kommt ein altes Lied in den Sinn, ein Psalm:
„Doch gerade dann, wenn ich Angst habe, will ich mich dir anvertrauen. Ich lobe Gott für das, was er versprochen hat; ihm vertraue ich und fürchte mich nicht.“
So sitze ich heute Abend still am Fenster, sehe, wie das Mondlicht Linien auf den Boden malt, und ich warte darauf, dass sie weiterziehen – und mit ihnen meine Gedanken vom vergangenen Tag. Um Platz zu schaffen für das Neue, das kommen wird.
Schlafen Sie gut! Und schicken Sie Ihre Sorgen mit dem Mond auf die Reise.
Lit.: Die Bibel, Psalm 56,4f., Übersetzung: Hoffnung für alle. Einzusehen auf: ERF Bibelserver: www.bibleserver.com/HFA/Psalm56. (eingesehen am 29. Januar 2026)