Eine Hand hält eine Postkarte mit einer Ansicht der Stadt, während sie auf einem Balkon steht. Im Hintergrund sind historische Gebäude und eine Straße sichtbar, die von einer klaren Tageslichtatmosphäre beleuchtet wird. Blumen stehen im Geländer des Balkons. Eine Hand hält eine Postkarte mit einer Ansicht der Stadt, während sie auf einem Balkon steht. Im Hintergrund sind historische Gebäude und eine Straße sichtbar, die von einer klaren Tageslichtatmosphäre beleuchtet wird. Blumen stehen im Geländer des Balkons.
Eine Hand hält eine Postkarte mit einer Ansicht der Stadt, während sie auf einem Balkon steht. Im Hintergrund sind historische Gebäude und eine Straße sichtbar, die von einer klaren Tageslichtatmosphäre beleuchtet wird. Blumen stehen im Geländer des Balkons.
29.10
2026
21:58
Uhr

Noch ist Zeit für eine Postkarte

Ein Beitrag von Merle Remler
Dies ist eine Sendung aus der Staffel vom 26. Oktober – 01. November Alle Beiträge aus der Staffel finden sie hier:
Eine Nahaufnahme von einem hellen Stein, der feine Risse aufweist. Diese Risse sind von braunen Linien durchzogen, die dem Stein ein organisches Muster verleihen. Die Oberfläche hat eine glatte Textur und die Farbnuancen variieren von hell bis dunkler.
rbb 88.8
Abendsegen

Ein Riss ist nicht das Ende

Merle Remler
Eine gelbe Blume, vermutlich ein Löwenzahn, wächst zwischen Steinen. Die grünen Blätter umgeben den Blütenstiel, der senkrecht nach oben ragt. Das Bild zeigt die Widerstandsfähigkeit der Natur, da die Blume aus einem Riss im Boden blüht.
rbb 88.8
Abendsegen

Gottes Grammatik

Merle Remler
Eine brennende, orangefarbene Kerze steht auf einer dunklen Oberfläche. Die Flamme leuchtet sanft und erzeugt eine ruhige Atmosphäre. Im Hintergrund sind unscharfe Konturen zu erkennen, die an ein Klavier erinnern.
rbb 88.8
Abendsegen

Träume im Dunkeln

Merle Remler

Der Monat Oktober ist nun fast vorbei. Vieles ist längst erledigt, anderes steht seit Monaten auf irgendeiner To-do-Liste und schaut uns vorwurfsvoll an. Aber, zwei Tage können eine Menge sein. Der Kleiderschrank könnte aufgeräumt werden oder die Steuererklärung gemacht. Zwei Tage sind genug Zeit, um eine Postkarte auszuwählen und ein paar freundliche Worte darauf zu schreiben. 
Ich schreibe gerne Postkarten. Sie sind Grüße, die man sich an die Wand pinnen, zwischen Buchseiten legen oder unters Kopfkissen schieben kann. Vielleicht ist das überhaupt das Schöne an diesen letzten Oktobertagen: Noch ist Zeit, jemandem ein kleines Zeichen zu schicken. Nicht weil Weihnachten naht oder ein Geburtstag im Kalender steht, sondern einfach so.
„Ich denke an dich.“ Vier Wörter passen auf jede Postkarte und in einen ziemlich vollen Tag.
Vielleicht sind solche Grüße auch eine Ahnung davon, dass auch wir genauso aufgehoben sind: zwischen den Seiten einer großen Geschichte, liebevoll verwahrt.

Noch sind zwei Tage vom Oktober übrig. Genug Zeit für eine Postkarte.
Und falls sie morgen neben der Haustür liegen bleibt, ist das auch nicht schlimm. 
Noch ist Zeit.