Sonntag. Heute Morgen waren Sie vielleicht auch im Gottesdienst. Ich war. Ich wollte meine Freundin treffen und mit ihr ein bisschen Zeit verbringen. Zu Beginn des Gottesdienstes verspürte ich etwas Tieferes: die Sehnsucht nach Gott. Nach Sinn, nach Halt, nach einem Gegenüber, das größer ist als ich selbst. Manchmal ist diese Sehnsucht klar, manchmal, so wie heute Morgen, verborgen.
Augustinus sagte: „Unruhig ist unser Herz, bis es ruht in dir.“ Gott selbst hat diese Sehnsucht in uns gelegt. Sie ist kein Mangel, sondern eine Einladung.
Heute Abend müssen Sie Gott nicht verstehen. Es genügt, wenn Sie sich ihm zuwenden und der Sehnsucht auf die Spur gehen. Das ist bereits ein Gebet. Und Gott ist näher, als Sie denken.
Gott, du Ziel meiner Sehnsucht, ich komme zu dir mit allem, was mich bewegt. Lass mein Herz in dir zur Ruhe kommen. Ich wünsche Ihnen eine gesegnete Nacht.