Eine junge Frau hält sich mit beiden Händen die Ohren zu und zeigt ein Gesichtsausdruck von Unbehagen oder Schmerz. Sie trägt ein pinkes T-Shirt und Jeans. Der Hintergrund ist schlicht und weiß.
11.03
2026
21:58
Uhr

Sehnsucht nach Stille

Stille nach einem lauten Tag.

Ein Beitrag von Anja Schmidt

Mein Tag war laut. Stimmen, Nachrichten, Gedanken – alles prasselte gleichzeitig auf mich ein. Und irgendwo darunter ist sie: die Sehnsucht nach Stille. Nach einem Ort, an dem ich nichts sagen muss. Pure Stille. 

In der Bibel begegnet Gott den Menschen oft nicht im Sturm, nicht im Erdbeben, sondern im leisen Säuseln. Stille ist kein leeres Nichts, sondern ein Raum, in dem Gott zu mir spricht – sanft und behutsam. So stelle ich mir das vor. Und doch fällt mir Stille unheimlich schwer. Sie macht mich unruhig. Ich habe Angst etwas zu verpassen, etwas zu überhören. Gott hält diese Unruhe mit mir gemeinsam aus. Er nutzt sie, um mit mir ins Gespräch zu kommen. Heute Abend darf die Stille ein Gebet sein, ohne viele Worte. Gott hört auch das, was ich nicht sagen kann.

Still liebender Gott, manchmal sehne ich mich nach Ruhe und Frieden. Komm du in meine Unruhe und schenke mir deine leise, heilende Gegenwart. Ich wünsche Ihnen eine gesegnete Nacht.