Ich habe mal in einer Zeitung gelesen, dass der Mensch vier Umarmungen am Tag braucht, um zu überleben. Doppelt so viele, um uns gut zu fühlen, so die Familientherapeutin Virginia Satir. Nähe tut gut. Ein Blick, ein Wort, eine Berührung. Und doch ist Nähe oft zerbrechlich. Wir sehnen uns danach und haben gleichzeitig Angst, verletzt zu werden.
Jesus ist allen Menschen nahe gekommen. Er hat sich berühren lassen, hat zugehört, hat ausgehalten. In ihm wird deutlich: Gott scheut keine Nähe. Er hält es aus, ganz nah bei uns zu sein – auch in unserer Verletzlichkeit. Er geht nicht auf Abstand mit uns, sondern ist mitten in unserem Leben.
Das zu wissen, ist für mich eine große Verlässlichkeit. Mit Gott bin ich nicht allein. Vielleicht ist er meine 4 Umarmungen am Tag, damit ich überlebe.
Naher Gott, ich sehne mich nach Nähe und Verbundenheit. Komm du mir entgegen und schenke mir das Vertrauen, mich von dir halten zu lassen. Ich wünsche Ihnen eine gesegnete Nacht.