Die Tür geht schwer auf, wie immer. Sie klemmt ein bisschen unten am Holz, das sich bei Regen vollgesaugt hat. Drinnen ist es warm, gedimmt – wie ein Wohnzimmer mit Zapfhahn. Wir wollen bei diesen Temperaturen aber gar nicht drinnen sein, nur schnell zwei kalte Getränke und dann geht’s raus in den Biergarten. Drinnen riecht es nach Bier und alten Geschichten. Hinten in der Ecke sitzt trotz der Hitze jemand mit seinem Bier.
Nach und nach trudeln die anderen ein. Irgendwann ist es voll an unserm Tisch, voll genug, dass man sich gegenseitig unterbrechen kann, ohne dass es stört. Wir reden über nichts und alles: den Job, das Wetter, die nächsten Urlaubsideen, die Freundin, die immer noch nicht zurückgerufen hat. Jemand bestellt eine Runde, und niemand weiß mehr genau, wer dran war. Aber das ist auch egal. Hier wird nicht gezählt.
Die Autos rauschen vorbei wie ferne Flüsse, und irgendwie ist das rhythmisch. Fast wie Meeresrauschen in der Stadt.
Ein Lied läuft im Hintergrund – irgendwas Altes, Soul oder so – und für einen Moment redet keiner. Wir sitzen einfach da. Lächeln. Und ich denke: Das ist es. Mehr braucht’s heute nicht.
Wo auch immer Sie sind, Gottes Segen ist für Sie!