Pfarrer für Kirche im digitalen Raum und landeskirchlicher Pfarrer für die Gehörlosenseelsorge

Ort:
Berlin

Sendeformate:
Worte auf den Weg/Worte für den Tag

Glauben ist für mich:
im Kopf der Versuch, eine Antwort auf das zu finden, was ich nicht wissen und doch für mich annehmen möchte. Im Herzen ist es Heimat, Geborgenheit, ein Zuhause bei und mit Gott.

Mich bewegt am meisten:
das Schicksal einzelner Menschen. Es sind nicht immer die großen Katastrophen und Krisen der Welt. Viel tiefer geht das, was es mit den einzelnen Menschen ganz konkret macht. Insbesondere in der Seelsorge geht es nicht um Quantität, sondern um jede einzelne Person. Die persönlichen Geschichten, Erlebnisse, Erfahrungen, die sind es, die mich besonders bewegen. 

Dafür trete ich ein:
Neben einigen anderen Dingen, für dich ich mich insbesondere einsetze, möchte ich hier an dieser Stelle gerne einmal die Gebärdensprache erwähnen. Es ist mir als jemand, der einst die Sprachen Latein, Hebräisch und Alt-Griechisch lernte, nur um sie wieder zu verlernen, weil sie nicht aktiv gesprochen werden und es für die alten Texte längst viel bessere Übersetzungen gibt, als ich sie mir anmaßen könnte mit Nebenfächern aus Schule und Studium zu übersetzen, schleierhaft, warum solche „toten“ Sprachen teilweise an den Schulen angeboten werden, aber die Deutsche Gebärdensprache, die sogar weit über den Inklusionsgedanken hinaus unfassbar praktisch im Alltag ist, maximal hier und dort in einer AG angeboten wird. Dass sich das Verständnis um die Gehörlosenkultur weiterträgt und die Gebärdensprache weitere Verbreitung auch unter uns Hörenden erfährt, dafür setze ich mich ein.