Am Ende einer Sommerwoche sieht derselbe Ort manchmal anders aus. Der Balkon, die Bank im Park, die Ecke vor dem Haus. Nichts daran hat sich groß verändert, und doch fühlt es sich vertrauter an. Vielleicht, weil ich in den letzten Tagen öfter dort war. Vielleicht auch, weil in mir etwas ruhiger geworden ist.
Ankommen ist nicht immer eine Frage von Entfernung. Man kann weit reisen und trotzdem nicht da sein. Und man kann mitten im eigenen Kiez stehen und plötzlich merken: Hier bin ich. Für diesen Moment reicht das.
In der christlichen Tradition gibt es den Gedanken, bei sich selbst einzukehren und dort zu finden, was trägt. Für mich klingt das nach Boden unter den Füßen.
Morgen ist Sonntag. Vielleicht ist eine offene Kirchentür dann eine Einladung: für Stille, Musik, Gemeinschaft oder ein paar Minuten, in denen niemand etwas von Ihnen erwartet.
Möge dieser Abend Ihnen schenken, anzukommen — bei sich, bei Gott, in diesem Augenblick.