Letzte Woche nach einem langen Tag im Büro, wollte ich eine Kiste aussortierter Sachen in meinen Keller stellen. Ich habe keinen Platz dafür gefunden. Ich war genervt. Wie oft schon habe ich versucht, meinen Keller aufzuräumen. Alles, was im Wohnbereich keinen Platz findet, wandert zunächst in den Keller. Ich kann mich schwer davon trennen. Bis ich irgendwann den Drang habe, aufzuräumen und alles loszuwerden. Das dauert oft lang. Dabei hängt auch so viel Belastendes an den materiellen Dingen. Das spüre ich. Spätestens dann, wenn eine neue Kiste keinen Platz mehr findet.
Was aber würde passieren, wenn ich bewusst etwas lasse. Weniger Konsum. Vielleicht entsteht dann Raum. Vielleicht sogar Freiheit. Wenn ich das Loslassen nicht als Verlust sehe, sondern als eine Übung im Vertrauen. Sicherlich habe ich dann auch mehr Platz in meinem Keller.
Gott, nicht immer gelingt es uns loszulassen. Lass in dieser Nacht Raum entstehen und gib mir Ruhe, denn ich weiß, du hältst, was ich loslasse. Ich wünsche Ihnen eine gesegnete Nacht.