Heute saß ich in der S-Bahn – 45 min dauert meine Fahrt, bis ich aussteigen muss. In der Zeit fuhr auch ein Mann mit, der die Reisenden, um etwas Geld oder etwas zu essen bat. Die S-Bahn war voll, doch die bescheidene Bitte schien fast ins Leere zu laufen.
Heute rechnen wir genau: Reicht es für mich? Was bleibt übrig? Teilen fühlt sich riskant an. Zeit teilen, Aufmerksamkeit, Geld. Was würde aber passieren, wenn ich es trotzdem ausprobiere? Wie wird es sich anfühlen? Vielleicht spürt man die Veränderung nicht sofort. Aber Gemeinschaft wächst. Vertrauen auch. Und Hilfsbereitschaft.
Gott, segne die Menschen, die ich heute nicht sah und öffne meine Hände, damit ich teilen kann, ohne Angst zu haben. Ich wünsche Ihnen eine gesegnete Nacht.