„Ich schau mir die Nachrichten schon gar nicht mehr an. Das zieht mich nur runter.“ Höre ich oft, andere brauchen gar nicht die Nachrichten anzuschalten, sondern erleben ganz direkt ihre persönlichen Krisen, mit denen sie klarkommen müssen. Von den vielen Strategien mit dem Schweren im Leben umzugehen, ist eine auch sein Leben durch die Brille des Glaubens zu sehen. Hanns Dieter Hüsch hat das 1992 für sich so formuliert:
Ich bin vergnügt, erlöst, befreit.
Gott nahm in seine Hände meine Zeit,
mein Fühlen, Denken, Hören, Sagen,
Mein triumphieren und Verzagen,
das Elend und die Zärtlichkeit.
Was macht, dass ich so fröhlich bin
in meinem kleinen Reich?
Ich sing und tanze her und hin
vom Kindbett bis zur Leich.
Was macht, dass ich so furchtlos bin
an vielen dunklen Tagen?
Es kommt ein Geist in meinen Sinn,
Will mich durchs Leben tragen.
Was macht, dass ich so unbeschwert
und mich kein Trübsinn hält?
Weil mich mein Gott das Lachen lehrt
wohl über alle Welt.
Ich wünsch uns allen etwas von diesem segensreichen Humor, morgen und an jedem Tag.
(Hanns Dieter Hüsch, Das Schwere leicht gesagt, tvd Verlag,Düsseldorf 1992; gefunden in: der Andere Advent 1999/2000, Text zum 26.12., Herausgegeben von Andere Zeiten e. V., Hamburg)