20.07
2026
21:58
Uhr

Der Garten

Ein Beitrag von Paul Geiß

Eine frühere Nachbarin vergesse ich nicht. Ihr Garten war ihr ans Herz gewachsen. Im Sommer nutzte sie ihre Sommerküche. Dort verarbeitete sie die Segnungen des Gartens. Das war sie aus dem Balkan gewohnt, woher sie in unser Dorf geflüchtet war. 

Dazu unser Gedicht:

Hacken, säen, jäten, mähen, schneiden, gießen, Luft genießen,

ruhen, lesen, forschen, schauen, auf ein gutes Wetter bauen,

pflegen und geduldig warten, solche Hilfe liebt der Garten. 

 

Ernte für des Sommers Küche fördert liebliche Gerüche

Mit Gelee und Marmelade. Denn Verderben wär zu schade.

Am Ende kann es sogar sein: Beeren werden Beerenwein.

 

Jeder Gartenfan der weiß: Gartenarbeit kostet Schweiß.

Und der Garten: Er braucht Regen, den ermöglicht Gottes Segen.

 

Kommt es dann im Herbst zur Wende, ist die Plackerei zu Ende.

Muskelstark und voll Erfahrung dient solch Arbeit für die Nahrung.

Statt zu rennen, klug nur warten, Weise arbeiten im Garten.

Und im nächsten Frühling dann fängt voll Lust es wieder an.

 

Die Erkenntnis im Gedicht: ohne Garten geht es nicht.

Gottes Segen wirkt im Garten, Mensch, erleb’s doch! Auch im harten

Schaffen ist er zu erkennen, kannst Dich gar nicht von ihm trennen.

 

Die Nachbarin: Im Garten, im Grünen hat sie Gottes Segen entdeckt. 

Gute Nacht mit Gartenträumen.