22.07
2026
21:58
Uhr

Zufall oder Fügung?

Ein Beitrag von Paul Geiß

Wir wollen eine Familienreise unternehmen, die Schwester soll uns beim Umsteigen fernab zum Weiterflug treffen. Zum Anschlussflug ist sie an den Gates nicht zu sehen und das Handy bleibt stumm. Ängstlich warten wir. Plötzlich steht sie neben uns und sagt: Da seid Ihr ja. Auch sie hat uns gesucht, wir haben sie nicht bemerkt und sie uns auch nicht. Das Wiedersehen endet in einer herzlichen Umarmung.

Ein anderes Erlebnis fällt mir von einer Studienreise ein. Dort kommen wir ins Gespräch mit einer Mitreisenden. Nach einigen Sympathiebekundungen fragt sie uns: Woher kommt ihr denn? Da stellt sich witzigerweise heraus: sie ist vierzehn Tage früher als ich in der gleichen Stadt geboren wie ich. Ein Zufall? Jetzt sind wir uns noch sympathischer. 

Ich habe so etwas oft erlebt. Das sind keine Zufälle, das sind Fügungen Gottes im Guten, aber auch dann sicherlich im Schweren.

So verstanden konnte ich Krisen annehmen, Familienerschütterungen verarbeiten, habe vertraute Menschen wieder getroffen und fühle mich im Großen und Ganzen geborgen.

Albert Schweitzer soll gesagt haben: Der Zufall ist das Pseudonym, das der liebe Gott wählt, wenn er inkognito bleiben will. Inkognito und dennoch, Fügung, Gefügtes, Schicksal, Geschicktes. 

Gute Nacht mit Gottes Segen.

 

Albert Schweizer, (zugeschrieben). Verfügbar unter: www.aus-liebe-zu-gott.de/Albert-Schweitzer%3A.html, abgerufen 12.06.2026, 9h 49.