24.07
2026
21:58
Uhr

Ein Trostlied

Ein Beitrag von Paul Geiß

Ein Trostlied für Krisen:  

 

Wer nur den lieben Gott lässt walten und hoffet auf ihn alle Zeit, 

den wird er wunderbar erhalten in aller Not und Traurigkeit. 

Wer Gott dem Allerhöchsten traut, der hat auf keinen Sand gebaut.

 

Und weiter:

Was helfen uns die schweren Sorgen, was hilft uns unser Weh und Ach,

was hilft es, dass wir alle Morgen beseufzen unser Ungemach?

Wir machen unser Kreuz und Leid nur größer durch die Traurigkeit.

 

Der Dichter weiß, wovon er spricht. Auch viele von uns kennen diese Erfahrung: Sorgen werden nicht kleiner, wenn sie unser Denken ganz gefangen nehmen.

 

Darum lädt die dritte Strophe zu einer anderen Haltung ein:

Man halte nur ein wenig stille und sei doch in sich selbst vergnügt,

wie unsers Gottes Gnadenwille, wie sein Allmächtigkeit es fügt.

Gott, der uns sich hat auserwählt, der weiß auch sehr wohl, was uns fehlt.

 

Das Resumée im letzten Vers:

Sing, bet und geh auf Gottes Wegen, verricht das Deine nur getreu.

Und trau des Himmels reichem Segen, so wird er bei Dir werden neu.

Denn welcher seine Zuversicht auf Gott setzt, den verlässt er nicht.

 

Denn welcher seine Zuversicht auf Gott setzt, den verlässt er nicht (wdh.)

 

Georg Neumark schrieb dieses Lied im 17. Jahrhundert, in einer Zeit voller Not, Krieg und persönlicher Entbehrungen im dreißigjährigen Krieg. Gerade deshalb hat sein Trostlied bis heute nichts von seiner Kraft verloren.

Trotz Allem hoffen mit Gottes Segen, das tröstet auch in dieser Nacht.

 

Evangelisches Gesangbuch Nr. 369, 1-3, 7