Da gehen sie auf der Straße, die beiden. Hand in Hand. Sie flirten, der Junge und das Mädchen. Sie reden, lachen und schlendern weiter, bleiben Hand in Hand.
Gegenüber sehe ich zwei alte Männer, auch sie gehen Hand in Hand. Brüder? Freunde, Partner? Sie wirken vertraut miteinander, haben ernste Mienen, besprechen Gesundheitsprobleme, Finanzprobleme, Familienfragen? Sie gehen Hand in Hand.
Auf dem Radweg radeln sie, eine Frau und ein Kind. Das Kind will die Frau lachend und übermütig überholen. Sie stoßen aneinander. Die Frau ergreift abrupt die Hand des Kindes am Lenker und bremst. Es geht alles gut, aber die Schrecksekunde ist den beiden ins Gesicht geschrieben. Die Hand instinktiv festhalten hat ein Unglück verhindert.
Hand in Hand, ein Zeichen für Vertrauen, für Liebe, für Halt. Ich sehe in diesen Gesten die Spuren Gottes und seiner Güte. Sich an der Hand halten, Liebe und Geborgenheit spüren, sich vor Unglück durch einen Handgriff bewahren.
Der Zuspruch Gottes in der Bibel heißt:
Denn ich bin der HERR, dein Gott, der deine rechte Hand fasst und zu dir spricht:
Fürchte dich nicht, ich helfe dir!
Hand in Hand gehalten sein in Gottes Segen. Gute Nacht.