Ein Holzparkbank steht regennass im Vordergrund, während der Regen die Sicht beeinträchtigt. Im Hintergrund sind unscharfe Gebäudefassaden zu erkennen, die durch die Regentropfen leicht verschwommen erscheinen. Die Szenerie vermittelt eine melancholische Atmosphäre.
27.03
2026
21:58
Uhr

Der Regen

Regentage – die Nähe Gottes in grauen Zeiten

Eigentlich mag ich Regen. Doch wenn er die Welt ins kühle, ungemütliche Grau taucht, fällt es mir schwer, ihn zu mögen. Der Himmel schwer, die Tropfen prasseln das Fenster. Regen kann die Stimmung drücken. Und doch wissen wir: Ohne Regen wächst nichts. Die Erde braucht das Wasser, auch wenn es lästig erscheint. Vielleicht gibt es auch in Ihrem Leben gerade so einen Regentag. Sorgen, die sich nicht einfach wegwischen lassen. Fragen, auf die es keine schnellen Antworten gibt. Manchmal fühlen wir uns durchnässt von Gedanken. Doch gerade im Verborgenen geschieht Wachstum. Geduld reift. Mitgefühl entsteht. Vertrauen wird tiefer. Gott verspricht keinen dauerhaften Sonnenschein. Aber er verspricht seine Nähe. Er geht mit – auch durch graue Zeiten. Und irgendwann zeigt sich zwischen den Wolken ein heller Streifen. Vielleicht nicht spektakulär. Aber spürbar. Und vielleicht entdecken wir rückblickend: Selbst diese Tage haben etwas in uns wachsen lassen.