Es gibt Tätigkeiten, die sieht niemand: die Spülmaschine ausräumen, Wäsche falten, das Bett machen, Müll rausbringen. Kleine Handgriffe, die den Alltag tragen und kaum wahrgenommen werden. Vieles davon geschieht leise und selbstverständlich. Und doch würde so vieles nicht funktionieren ohne diese unscheinbaren Dienste. Auch das Gute, das wir tun, bleibt oft im Verborgenen. Ein freundliches Wort, das wir jemandem zusprechen. Geduld, obwohl wir müde sind. Eine Nachricht: „Ich denk an dich.“ Kein Applaus, kein Dankeschön. Aber Gott sieht es. In seinen Augen ist nichts zu klein. Vielleicht war heute kein spektakulärer Tag. Keine großen Erfolge, keine besonderen Ereignisse. Aber vielleicht war er voller Liebe zu den kleinen Dingen des Alltags. Und genau darin liegt Würde. Liebe zeigt sich nicht nur in großen Gesten, sondern im Dranbleiben. Vielleicht dürfen Sie heute Abend sagen: Ich habe getan, was ich konnte. Und das ist genug. Gott segnet auch das Unscheinbare.
Die Spülmaschine
Die stillen Taten – Würde im Alltag
Ein Beitrag von
Sebastian Schwertfeger