Eine Wand mit bunten Haftnotizen in verschiedenen Farben. Einige Notizen sind beschriftet, während andere leer sind. Die Haftnotizen sind an einer grauen Oberfläche befestigt und scheinen Ideen oder Informationen zu organisieren. Eine Wand mit bunten Haftnotizen in verschiedenen Farben. Einige Notizen sind beschriftet, während andere leer sind. Die Haftnotizen sind an einer grauen Oberfläche befestigt und scheinen Ideen oder Informationen zu organisieren.
Eine Wand mit bunten Haftnotizen in verschiedenen Farben. Einige Notizen sind beschriftet, während andere leer sind. Die Haftnotizen sind an einer grauen Oberfläche befestigt und scheinen Ideen oder Informationen zu organisieren.
12.07
2026
21:58
Uhr

Größer denken

Ein Beitrag von Viktoria Hellwig

Am 12. Juli 1929 hob auf dem Bodensee ein riesiges Flugboot ab: die Dornier Do X. Zwölf Motoren, ein gewaltiger Rumpf, Platz für mehr als 150 Menschen – damals das größte Flugzeug der Welt.

Als sich der Koloss zum ersten Mal vom Wasser löste, war das ein Statement: Die Luftfahrt stand erst am Anfang, und man versuchte gerade herauszufinden, wie groß, wie weit und wie kühn sie werden kann. Damals hätten sich viele wohl kaum vorstellen können, mit welcher Selbstverständlichkeit Menschen knapp 100 Jahre später in den Urlaub oder zur Arbeit fliegen – und dass Fliegen einmal etwas Alltägliches sein würde.

Die Geschichte der Do X bleibt allerdings kurz. Technische Probleme, hohe Kosten und die fehlende Wirtschaftlichkeit sorgen dafür, dass der Betrieb bald wieder eingestellt wird. 1933 kommt es schließlich zu einem schweren Zwischenfall bei einer Wasserung – danach ist die Karriere des Flugboots praktisch beendet.

Am Ende bleibt die Do X kein Erfolgsmodell, sondern eher ein Symbol: auch einmal größer zu denken, als man es sonst wagt. Oder wie es beim Propheten Jesaja heißt: „Denn siehe, ich will ein Neues schaffen; jetzt wächst es auf, erkennt ihr es denn nicht?“ (Jes 43,19) Ich wünsche Ihnen eine gute Nacht – und viele neue Gedanken für morgen.