Eine Hand hält einen Stift und schreibt in ein offenes Notizbuch. Die Schrift ist sichtbar, während die Hand mit dem Stift in Aktion ist. Der Fokus liegt auf dem kreativen Prozess des Schreibens. Eine Hand hält einen Stift und schreibt in ein offenes Notizbuch. Die Schrift ist sichtbar, während die Hand mit dem Stift in Aktion ist. Der Fokus liegt auf dem kreativen Prozess des Schreibens.
Eine Hand hält einen Stift und schreibt in ein offenes Notizbuch. Die Schrift ist sichtbar, während die Hand mit dem Stift in Aktion ist. Der Fokus liegt auf dem kreativen Prozess des Schreibens.
06.07
2026
21:58
Uhr

Sorgenstunde

Ein Beitrag von Viktoria Hellwig

Neulich bin ich über einen Beitrag gestolpert, der von einem finnischen Zubettgehritual erzählte. Kinder sollen dabei ihre Sorgen nicht verdrängen, sondern ihnen einen festen Platz geben: Sie schreiben auf, was sie beschäftigt, schließen das Notizbuch und legen die Gedanken bis zum nächsten Tag beiseite. Das nennt sich Sorgenzeit.

Die Idee dahinter stammt aus der kognitiven Verhaltenstherapie. Dabei reservieren Menschen bewusst einen festen Zeitraum am Tag, um sich mit ihren Ängsten, offenen Fragen und belastenden Gedanken auseinanderzusetzen. Taucht eine Sorge zwischendurch auf, wird sie notiert und auf später verschoben.

Denn ständiges Grübeln geht oft mit Angst und Anspannung einher. Wer lernt, seinen Sorgen einen festen Platz zu geben, erlebt häufig, dass sie den Rest des Tages weniger Einfluss haben. Sorgen werden also nicht unterdrückt, aber sie müssen auch nicht jederzeit die Kontrolle übernehmen. Das Gehirn lernt, dass nicht jeder beunruhigende Gedanke ein Notfall ist.

Wenn Sie mögen, nehmen Sie sich heute Abend ein Blatt Papier und einen Stift. Schreiben Sie auf, was Sie belastet, was offengeblieben ist oder Ihnen Sorgen macht. Dann schließen Sie das Heft, legen den Zettel beiseite und gönnen Sie Ihren Gedanken eine Pause.

Damit der Kopf wieder frei wird für neue Träume, einen guten Schlaf und einen neuen Tag mit Gottes Segen.