Nun ist sie schon eine Weile vorbei, die Holunderblüte. Jedes Jahr freue ich mich auf die Zeit im Mai bis Anfang Juni, wenn die Holunderbüsche so richtig anfangen zu blühen. Nicht nur die Straßen und Parks, in denen die Holunderbüsche stehen, riechen dann wunderbar – man kann die Blüten sammeln und essen.
Schon als Kind waren dies meine Lieblingsblüten. Und wenn mich meine Mutter im Frühsommer in den Garten schickte, um die schönsten Holunderblüten zu sammeln, gab es meist wunderbare Holunder-Kuchen, ausgebacken in der Pfanne.
Und heute gehe ich meist früh morgens, wenn die Blüten noch voller dickem Blütenstaub sind, in den Park. Zuhause werden sie zu Sirup verarbeitet, der mich rund um Jahr in den Sommer holt.
Heute am Johannistag feiert man eigentlich den Geburtstag von Johannes dem Täufer, einer biblischen Figur. Aber er markiert auch die Wende im Gartenjahr. Die Tage werden langsam wieder kürzer, und vieles in der Natur ist jetzt schon auf dem Weg zur Reife. Ein Segen, der schon immer allem Leben galt, das wächst.
Ich mache mir jetzt eine Holunderschorle und hoffe Sie haben auch ein leckeres Getränk zur Nacht. Gott segne Sie!