Eine bunte Bastelarbeit zeigt eine Figur auf einem Pferd, die ein Schwert hält. Die Figur trägt einen roten Hut und hat eine einfache, kindliche Zeichnung. Im Hintergrund sind verzierte Papiertüten in verschiedenen Farben zu sehen. Eine bunte Bastelarbeit zeigt eine Figur auf einem Pferd, die ein Schwert hält. Die Figur trägt einen roten Hut und hat eine einfache, kindliche Zeichnung. Im Hintergrund sind verzierte Papiertüten in verschiedenen Farben zu sehen.
Eine bunte Bastelarbeit zeigt eine Figur auf einem Pferd, die ein Schwert hält. Die Figur trägt einen roten Hut und hat eine einfache, kindliche Zeichnung. Im Hintergrund sind verzierte Papiertüten in verschiedenen Farben zu sehen.
11.11
2025
21:58
Uhr

St. Martin

Ein Beitrag von Merle Remler

Es ist ein kalter Abend im Jahr 334. Ein junger Soldat namens Martin nähert sich dem Stadttor von Amiens. Er trägt einen warmen Überwurf – oben ist der mit Schaffell gefüttert, weich liegt er auf seinen Schultern. 
Die Legende erzählt: Martin reitet auf seinem Pferd durch das Stadttor, als er einen Mann am Boden sieht. Der ist zu leicht bekleidet für den kalten Abend, wahrscheinlich hungrig und bittet um Hilfe. Martin hält an, nimmt das Schwert und teilt seinen Mantel, und er gibt die eine Hälfte dem, der dort am Stadttor sitzt und friert. 

Diese Geschichte, die sich vor rund 1700 Jahren zugetragen haben soll, ist der Auftakt für all jene leuchtenden Umzüge, die auch heute Abend wieder durch unsere Straßen gezogen sind. Kinder mit bunten Laternen, die die Geschichte von Martin gehört haben und Lieder von seiner Nächstenliebe gesungen. Und wie jedes Jahr bin ich auch heute wieder beeindruckt von dieser Geschichte. Nicht nur, weil Martin seinen Mantel geteilt hat, sondern vor allem, weil er es ohne Zögern tat. Und ohne Berechnung. 

Ich wünsche Ihnen, dass sich heute Abend auch um Ihre Schultern ein Mantel aus Warmherzigkeit legt!