Ein leuchtender Vollmond erscheint inmitten dunkler Wolken, die den Nachthimmel umgeben. Das Licht des Mondes strahlt und erzeugt einen schönen Kontrast zu den dunklen, grauen und blauen Tönen der Wolken. Ein leuchtender Vollmond erscheint inmitten dunkler Wolken, die den Nachthimmel umgeben. Das Licht des Mondes strahlt und erzeugt einen schönen Kontrast zu den dunklen, grauen und blauen Tönen der Wolken.
Ein leuchtender Vollmond erscheint inmitten dunkler Wolken, die den Nachthimmel umgeben. Das Licht des Mondes strahlt und erzeugt einen schönen Kontrast zu den dunklen, grauen und blauen Tönen der Wolken.
10.11
2025
21:58
Uhr

Windmond

Ein Beitrag von Merle Remler

Der November ist ein eigentümlicher Monat. Er trägt auch den Namen Windmond, Wintermonat und Nebelung, oft wird er auch Trauermonat genannt. All diese Namen zeichnen uns Bilder von grauen, windigen Tagen, von Morgen, an denen die Sonne blass im Nebel verschwimmt. „Ach, dieser Monat trägt den Trauerflor“, klagt Erich Kästner in seinem Gedicht Der November. 

Doch ein wenig Unrecht tut man ihm damit schon, dem November. Denn er ist auch ein kraftvoller Monat, er ist der Monat der uns mit mutigen und herausfordernden Fragen gar nicht so still zum ersten Advent hinführt, wie man auf den ersten Blick vermuten mag. Er ist der Monat, in dem alljährlich die alte Forderung des Propheten Micha „Schwerter zu Pflugscharen“ die Friedensdekade einläutet. 

„Am Ende der Tage wird es geschehen,“ heißt es dort. „Dann werden sie ihre Schwerter zu Pflugscharen umschmieden (…). Sie erheben nicht mehr das Schwert, Nation gegen Nation, und sie erlernen nicht mehr den Krieg.“ 

Zehn Tage im Zeichen des Friedens, an deren Ende die Forderung steht: Denkt um!

Lassen Sie uns dafür sorgen, dass es nicht bei zehn Tagen bleibt!

 

Lit.:    Kästner, Erich, Der November in: Die dreizehn Monate, Atrium Verlag Zürich 2017. 

          Die Bibel, Micha 4,1-4.