Wenn es abends draußen still wird, stelle ich mich gerne in den Garten. Mit einer dicken Decke um die Schultern gewickelt stehe ich da und atme tief ein. Die Luft ist kühl und der Geruch nasser Blätter lässt meine Nase kribbeln. Ich rieche in der Feuchtigkeit nicht das Vergehen, sondern das flüsternde Versprechen von Leben. So ungreifbar wie der Nebel, der um die Straßenlaternen schwebt und von dem man sagt, er würde die Grenzen zwischen den Welten verschwimmen lassen. An diesen Abenden im November kommt sie mir sehr nahe, diese Zwischenwelt. Und ich bin erstaunt, wieviel Geborgenheit in diesem Land zwischen den Welten, zwischen den Zeiten wohnt. Denn auch hier weiß ich mich gehalten von dem Einen, dessen Name „Ich bin da“ bedeutet. In diesen grauen Tagen und undurchsichtigen Nächten weiß ich, ich bin nicht allein. In all dem, was auch in mir ein Dazwischen geblieben ist, den unfertigen Gedanken, den zerbrochenen und wieder gekitteten Träumen, dem Abschied, der auf sich warten lässt, dort gibt es einen, der einfach da ist.
Seien Sie behütet in ihrem Dazwischensein!