Eine Hand hält ein Stück Papier, auf dem der Text "# Be kind" geschrieben steht. Der Hintergrund ist unscharf und hell.
31.03
2026
06:50
Uhr

Die Kunst, freundlich zu sprechen

Freundliche Worte als Türöffner: Mut, Respekt und Tiefe im Alltag

Neulich habe ich mich selbst dabei ertappt, wie ich im Stress einen Ton anschlug, der härter war als nötig. Und sofort war die Atmosphäre im Büro anders, die Stimmung kühl. Schon wenige Augenblicke später klopfte meine innere Stimme an: „Christoph, komm´ mal runter. Atme kurz tief durch und rüste verbal etwas ab.“  

Worte können wie Türen sein: manche knallen zu, andere öffnen sich weit. Worte können Mut machen und wertschätzen, aber auch verletzen und spalten. Das erleben wir täglich und nicht nur in der politischen Debatte.
In meinem Alltag ist es oft die Sprache, die entscheidet, wie dicht oder wie leicht ein Tag wird.

Mark Twain soll gesagt haben: „Freundlichkeit ist eine Sprache, die Taube hören und Blinde sehen können.“
Ich mag das. Freundlichkeit ist nicht naiv, nicht oberflächlich. Sie ist kraftvoll. Und sie ist ein Gegengewicht zu allem, was uns eng macht.
Freundlichkeit ist wirklich eine Sprache, die Taube hören und Blinde sehen können.

Christinnen und Christen auf der ganzen Welt erinnern sich in dieser Woche vor dem Osterfest an das Leben Jesu und seinen Leidensweg bis zum Kreuz. Jesus hat Menschen mit Worten aufgebaut – nicht klein gemacht. Er hat gut gesprochen, nicht Angst verbreitet. Und unabhängig davon, ob Sie religiös sind oder nicht: Diese Spur lohnt sich. Der Mensch Jesus möchte, dass ich glücklich leben kann. Seine Worte sind geradezu eine Anleitung für ein gutes Leben, ein Leben in Fülle. Seine Worte möchten Kraft schenken und Mut machen. Sie sind nicht oberflächlich, sie gehen in die Tiefe. Jesus berührt mein Herz.

Vielleicht können wir uns heute bewusst für diese Art von Worten entscheiden:
Ein Satz des Respekts. Eine Frage, die interessiert. Ein ehrliches Dankeschön. Eine Liebesbotschaft, die von Herzen kommt.