„Endlich Freitag!“ Die Arbeitswoche ist fast geschafft. Das Wochenende ist schon in Sicht. Endlich raus aus dem Alltagstrott, den vorgegebenen Zeitplänen, den tausend Verpflichtungen der Woche. Endlich Freitag!
Es ist schön, wenn man sich aufs Wochenende freuen kann. Vielen geht es so. Für andere beginnt aber am Wochenende der Stress erst richtig. Der Beziehungsstress, wenn alle zuhause sind und Erwartungen aufeinanderprallen. Oder der Einsamkeitsstress, wenn die Alltagskontakte wegfallen und einen zuhause nur Stille erwartet, oder wenn Personen auf irgendwelchen Bildschirmen die einzigen Menschen sind, die man um sich hat. Oder der Stress, alles, wofür man die Woche über keine Zeit hatte, nun in wenigen Stunden am Wochenende irgendwie erledigen zu müssen.
Endlich Freitag? Das lässt nicht alle aufatmen.
Viele sehnen sich nach Entlastung, nach einer Möglichkeit, die Sorgen und Pflichten einfach mal abladen zu können. Wenigstens am Wochenende, oder wenigstens im Urlaub, oder wenigstens für ein paar Stunden, bevor der ganze Trott wieder von vorn losgeht.
Wie schön wäre es, eine „Abladestelle“ für all die schweren Rucksäcke zu haben, die wir so mit uns durchs Leben schleppen! Wie gut wäre es, jemanden zu haben, bei dem wir einfach abladen können, ohne schlechtes Gewissen oder die Angst, mit den eigenen Lasten den anderen zu viel zu werden.
Mein Hoffnungsmoment an solchen Tagen ist: Es gibt diesen Jemand, der sich als Abladestelle anbietet. Jesus Christus, der gekommen ist, um den Menschen zu zeigen, wie Gott wirklich ist. Jesus Christus, der gekommen ist, um Menschen in eine Beziehung zu Gott einzuladen. Und in Gottes Namen wiederholt er die Einladung, die Gott den Menschen schon immer gemacht hat: „Kommt zu mir, ihr alle, die ihr euch abmüht und belastet seid! Ich will euch Ruhe schenken.“[1]
Das macht mir Hoffnung. Die Einladung steht. Wir brauchen ihr einfach nur zu folgen.
[1] Matthäus 11,28 (BasisBibel, © 2021 Deutsche Bibelgesellschaft, Stuttgart)